Ziyu He

Der junge chinesische Geiger Ziyu He (*1999) hat innerhalb kürzester Zeit international
auf sich aufmerksam gemacht und wurde als einer der jemals jüngsten Solisten im April
2017 zu seinem Debut mit den Wiener Philharmonikern in den Wiener Musikverein
eingeladen.
2014 gewann Ziyu als Vertreter Österreichs den Eurovision Young Musicians
Wettbewerb, 2015 den Mozart Wettbewerb in Zhuhai sowie den Internationalen
Instrumentalwettbewerb in Markneukirchen. 2016 wurde er erster Preisträger (mit
Spezialpreis für die beste Interpretation des Auftragswerkes) beim Internationalen
Mozartwettbewerb in Salzburg, ebenso erster Preisträger des renommierten Yehudi
Menuhin Wettbewerbs in London und gewann den 2. Preis beim Leopold-Mozart-
Wettbewerb in Augsburg. Weitere internationale Preise erhielt er in Kloster Schöntal,
beim Louis Spohr Wettbewerb in Weimar; 2012 gewann er als jüngster Teilnehmer den
Szymon Goldberg Award der Musikakademie Meissen. Als Preisträger der Internationalen
Sommerakademie der Universität Mozarteum 2012 konnte er bereits im Rahmen der
Salzburger Festspiele auftreten, wo er auch beim Eröffnungsfest der Jahre 2011, 2012 und
2013 auf die Bühne geladen war.
Seine Konzerttätigkeit führte ihn bereits in jungen Jahren nach London, Gstaad, Israel,
Frankreich, Deutschland, Schweden, Italien und Österreich, er spielte mit dem Qingdao
Symphony Orchestra seiner Heimatstadt (China), mit dem Symphonieorchester der
Universität Mozarteum unter der Leitung von Hans Graf, sowie dem Orchestra Nazionale
der RAI in Assisi und der Filarmonica del Teatro Comunale di Bologna, Italien.
In 2017 folgen Auftritte u.a. beim Violinfestival in Singapore, bei Sommerfestival in
Gstaad und im Konzerthaus Wien im Rahmen dessen Konzertserie Great Talents.
Ziyu He begann im Alter von 5 Jahren unter Anleitung von Xiangrong Zhang mit dem
Geigenspiel. 2010 wurde Paul Roczek in Peking auf seine ausserordentliche Begabung
aufmerksam und lud ihn zum Studium in seine Violinklasse an der Universität Mozarteum
Salzburg ein, wo er seit 2011 lebt. Neben seinem Violinstudium bei Paul Roczek studiert
er auch Viola bei Thomas Riebl. Er besuchte Meisterkurse bei Ivry Gitlis, Ani Schnarch,
Schmuel Ashkenasi, Vadim Gluzman, Chaim Taub und Petru Munteanu in Keshet Eilon
(Israel) und in Salzburg.
Ziyu He spielt derzeit auf der Antonio Stradivari “Schneiderhan” Violine aus dem Jahre
1715, die ihm von der Beare’s International Violin Society zur Verfügung gestellt wird.

über den WETTBEWERB:
Internationaler Mozartwettbewerb Salzburg
Seit der Premiere im Jahr 1975 zählt der Internationale Mozartwettbewerb der Universität Mozarteum Salzburg zu den großen Musikwettbewerben weltweit. In den ersten Jahrzehnten wurden alle drei bis vier Jahre hochtalentierte junge Musikerinnen und Musiker aus aller Welt nach Salzburg eingeladen, um ihr Können in der Mozart-Interpretation zu beweisen und sich einer internationalen Jury zu stellen. Für viele davon war die Teilnahme an diesem Wettbewerb ein wichtiger Impuls und oft ein Sprungbrett zur künstlerischen Weltkarriere, wie es die späteren Erfolge der Preisträgerinnen und Preisträger eindrucksvoll zeigen.
Seit 2014 findet der Mozartwettbewerb im Biennale-Rhythmus statt. 2014 standen Streichquartett und Gesang im Mittelpunkt, 2016 sind es Violine und Klavier – und in diesem Wechsel soll es weitergehen. In diesen vier Sparten hat Mozart besonders viele und wesentliche Meisterwerke sowie stilbildende Innovationen für die Zukunft geschaffen hat. Das Streichquartett ist die „Königsdisziplin der Kammermusik”, undenkbar ohne Joseph Haydn und W.A. Mozart. Die Sparte Gesang umfasst natürlich Oper, Geistliche Musik und Lied, alles Genres, in denen Mozart Zeitloses und Grundlegendes geleistet hat. Dasselbe gilt für seine Konzerte, insbesondere die für Klavier und Violine.
Die Sparte Streichquartett stand 2014 erst zum zweiten Mal nach 1995 am Programm. Zu den Preisträgern zählte damals das Henschel-Quartett, heute für die Los Angeles Times „eines der besten Ensembles der Welt, ein großartiges Quartett.” 2014 gewann das Novus String Quartet den 1. Preis und startete damit eine internationale Karriere. Der Quartett-Wettbewerb wird 2018 ebenso wiederkehren wie der in der Vergangenheit bereits elfmal stattgefundene für Gesang. Viele heute prominente Opernsängerinnen starteten mit dem Gewinn oder Sonderpreisen in Salzburg ihre Karrieren – zum Beispiel Diana Damrau, Renée Fleming, Magdalena Kožená, Genia Kühmeier, Tamar Iveri und Elena Xanthoudakis, aber auch der Tenor Daniel Johannsen oder der Bariton Daniel Schmutzhard.
Herausragend unter den Preisträgern der Sparte Violine ist der international renommierte Geiger Thomas Zehetmair, der sich 1977 den 1. Preis erspielte. Die letzten Preisträger der Sparten Violine und Klavier aus dem Jahr 2011, Federico Colli und Sergey Malov, sind mittlerweile gern gesehene Gäste im internationalen Konzertbetrieb. 2016 standen ausschließlich Werke Wolfgang Amadé Mozarts am Programm der Endrunde, zwei seiner Violinkonzerte und fünf seiner großen Klavierkonzerte. Stücke, welche allesamt Meilensteine im Repertoire der Klassik sind.

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