Valer Sabadus

Mit seiner glasklaren und androgynen Stimme singt Valer Sabadus bereits in der Riege der weltbesten Countertenöre. Händel, Cavalli und Monteverdi stehen im Mittelpunkt der Opernengagements 2017/18 für den zweifachen ECHO-Klassik-Preisträger: Mit der Premiere von Cavallis Oper „Eliogabalo“ feiert er als Giuliano im Oktober sein Debüt an der Dutch National Opera in Amsterdam – als Koproduktion mit der Opéra National de Paris, wo er in der erfolgreichen Produktion mit dem Dirigenten Leonardo Garcia Alarcon bereits im letzten Jahr diese Rolle verkörperte. An der Opéra National de Paris ist Valer Sabadus ab Januar 2018 in Händels „Jephta“ als Engel zu erleben. Danach folgt an der Opéra Royal de Versailles die Wiederaufnahme von Cavallis „Il Giasone“ in der Titelrolle, die er bereits in der erfolgreichen Produktion am Grand Théâtre de Génève sang – und auch in dieser Saison dort singen wird. Die Opernsaison beschließt der Countertenor im Juni mit seinem Debüt am Opernhaus Zürich in der Rolle des Nerone in Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“.

Im Konzertbereich wird Valer Sabadus im November zum ersten Mal in Russland gastieren. Zusammen mit Concerto Köln und einem Farinelli Solo-Programm, das im Herbst 2018 auf CD bei Sony Classical erscheinen soll, gibt er Konzerte in Moskau und St. Petersburg. Ende November startet er eine Konzerttour mit dem Kammerorchester Basel und Nuria Rial mit dem Sony CD- Programm „Sacred Duets“, u.a. bei den Händelfestspielen Halle und in Stuttgart. Mit dem Millenium Orchestra unter Leonardo García Alarcón gastiert der Countertenor im Frühjahr 2018 mit einem geistlichen Programm u.a. in Brüssel und Versailles. Daneben stehen zahlreiche Solo-Konzerte auf dem Programm.

Gerade erschien bei ERATO die neue CD des Künstlers „Händel goes wild“ mit dem Ensemble L‘Arpeggiata und Nuria Rial, auch mit diesem Programm finden 2018 Konzerte u.a. in Ludwigshafen und bei den Musikfestspielen in Dresden statt.

Internationale Bekanntheit erlangte Valer Sabadus 2012 für seine herausragende Interpretation als Semira in Leonardo Vincis Oper „Artaserse“ an den Opernhäusern von Nancy, Lausanne und Köln, dem Theater an der Wien, dem Théâtre des Champs-Elysées, der Opéra Royal de Versailles und dem Concertgebouw Amsterdam. Die Produktion erschien auch als CD und DVD und erhielt zahlreiche Preise. Im gleichen Jahr wurde ihm der Preis der deutschen Schallplattenkritik für seine Solo-CD „Hasse Reloaded“ (OehmsClassics) verliehen. Großen internationalen Erfolg feierte er auch als Menelao in Francesco Cavallis wiederentdeckter Oper „Elena“ beim Festival d’Aix-en-Provence. Die Produktion ist auf DVD erschienen. 2013 gab er sein fulminantes Debüt in der Titelrolle von Händels „Xerxes“ an der Deutschen Oper am Rhein in der Inszenierung von Stefan Herheim. 2015 und 2016 glänzte er bei den Händel-Festspielen Karlsruhe in der Titelrolle „Teseo“, für die er begeisterte Rezensionen erhielt. Ein herausragendes Rollen- und Theaterdebüt feierte er im September 2015 als Kaiser Nerone in Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ am Theater an der Wien.

Valer Sabadus begann mit 17 Jahren seine Gesangsausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Prof. Gabriele Fuchs und schloss seine Ausbildung als Mitglied der Bayerischen Theaterakademie August Everding 2013 in der Meisterklasse Musiktheater mit Auszeichnung ab. Wegweisend war die Produktion von Johann Adolph Hasses „Didone abbandonata“, die er mit der Hofkapelle München und Michael Hofstetter aufnahm. Bereits 2009 debütierte er unter Riccardo Muti bei den Salzburger Pfingstfestspielen in der Produktion „Demofoonte“ (Niccolò Jommelli) und war damit auch beim Ravenna Festival und an der Opéra National de Paris zu erleben. Zudem feierte er große Erfolge als Sesto in Günter Krämers Inszenierung von „La Clemenza di Tito“ beim Mozart-Sommer in Schwetzingen, als Ruggiero in Antonio Vivaldis „Orlando furioso“ und Endimione in „La Calisto“ von Francesco Cavalli an der Oper Frankfurt. Bei den Händel-Festspielen Halle trat er erstmals 2011 in der Titelpartie des „Rinaldo“ mit der Lautten Compagney auf. Weitere Engagements führten ihn an die Oper Köln in der Titelpartie „Leucippo“ (Johann Adolph Hasse), an die Staatsoper Berlin, die Semperoper Dresden sowie die Opéra Royal de Versailles.

Neben seiner regen Operntätigkeit liegt dem jungen Countertenor das Konzert- und Oratorienrepertoire am Herzen. Lieder- und Arienabende gab er beispielsweise beim Luzerner Festival, der Schubertiade in Hohenems und dem Festival „Winter in Schwetzingen“. Als Solist trat er bereits in den Philharmonien in Essen und Köln, der Frauenkirche in Dresden, der Chapelle Royale de Versailles, der Laeiszhalle Hamburg, beim Festival Grafenegg und den Festwochen für Alte Musik Innsbruck auf. Fruchtbare Partnerschaften führen Valer Sabadus immer wieder mit führenden Ensembles für Alte Musik zusammen, darunter Concerto Köln, das Kammerorchester Basel, die Hofkapelle München, das Ensemble L’Arpeggiata und Il pomo d’oro.

Die abwechslungsreiche Diskographie von Valer Sabadus reicht von frühbarocken Werken Claudio Monteverdis und Francesco Cavallis über die italienische Sakral- und Opernmusik bis hin zu zeitgenössischen Werken Enjott Schneiders. Dafür wurde er mehrfach mit bedeutenden Schallplattenpreisen ausgezeichnet, u.a. mit dem ECHO Klassik 2012 und 2015 sowie von der ICMA zum Young Artist of the Year – Vocal 2013 gekürt.

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