Spark

Foto: Gregor Hohenberg

SPARK – die klassische Band

Spark denkt Klassik neu. Das Quintett stellt Bach, Vivaldi, Mozart & Co in einen frischen Kontext und schafft Anknüpfungsmomente mit den Klängen und dem Lebensgefühl der Gegenwart. Im Kern klassisch, nach außen eigenwillig, neugierig und unangepasst, schlagen die fünf Musiker ihr Ideenzelt auf einem offenen Feld zwischen Klassik, Minimal Music, Electro und Avantgarde auf. Lustvoll und lässig werden Stile gemixt und die zahlreichen Klangvariationen ausgelotet, die ihr reiches Instrumentarium aus über 40 verschiedenen Flöten, Violine, Viola, Violoncello, Melodica und Klavier zu bieten hat. Kein Stück gleicht dem anderen, und doch tragen sie alle die ureigene, unverwechselbare Handschrift dieses aufregenden Ensembles. Im Jahr 2011 mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet, hat sich die im Jahr 2007 gegründete Formation einen festen Platz an der Spitze der jungen kreativen Klassikszene erspielt. Mittlerweile ist das Quintett weltweit auf den renommiertesten Bühnen und Festivals zuhause – sei es in kammermusikalischen Auftritten zu fünft oder als Solistenensemble mit Orchester. Von ihren Fans wird die Gruppe vor allem für ihre mitreißenden, hoch energetischen Live-Performances geliebt. Mit überschäumender Vitalität und der pulsierenden Kraft einer Rockband leben sich die fünf Ausnahmemusiker auf der Bühne aus. Gemeinsam präsentieren sie eine leidenschaftliche Musik, die zündet. Gemeinsam sind sie Spark.

Kurzbiographien der Spark-Mitglieder

STEFAN BALAZSOVICS – EIN ZIGEUNERGEIGER MIT DER PUSZTA IM HERZEN

Stefan Balazsovics ist in der Slowakei in einer Roma-Familie mit ungarischen Wurzeln aufgewachsen. Als Sohn eines Musikerhaushalts führte sein Weg schnell zur Viola, auf der er bereits als Jugendlicher zahlreiche Preise beim National Conservatory Viola Competition gewann. Von 2004 bis 2006 studierte er Viola bei Jozef Hošek an der Hochschule für Musische Künste in Bratislava. Nach seinem Studium wurde er Mitglied in der Slowakischen Philharmonie in Bratislava, der er drei Jahre angehörte. Im Jahr 2007 ging Balazsovics nach Irland und arbeitete als Solobratschist im Slovak Festival Orchestra in Dublin. Mit dem SFO spielte er zahlreiche erfolgreiche Tourneen in Irland, Großbritannien und weiteren europäischen Ländern. In seiner Zeit in Irland machte er sich zudem in verschiedenen Bandformationen mit der irischen Volksmusik und dem Fiddle-Spiel vertraut. 2012 zog Balazsovics nach Deutschland und gewann eine Akademistenstelle in der Staatsphilharmonie Nürnberg. Danach arbeitete er von 2014 bis 2016 als Tutti-Bratschist im Frankfurter Opern und Museumsorchester. Als Allroundmusiker, der sowohl auf der Violine als auch auf der Viola über höchste technische Fähigkeiten verfügt und sich in verschiedenen Genres zu bewegen vermag, schloss er sich Spark im Frühjahr 2017 an.

DANIEL KOSCHITZKI – EIN PAGANINI AUF DER BLOCKFLÖTE

Daniel Koschitzki gilt als einer der führenden Blockflötisten seiner Generation. Von der Presse und vom Publikum gleichermaßen als Querdenker und Visionär geschätzt, verortet er sein Instrument oft in ungewohnten Kontexten und hat dadurch zu einer neuen Wahrnehmung der Blockflöte in der Klassikszene beigetragen. Koschitzkis internationale Karriere begann im Jahr 2001 mit dem 1. Preis beim International Solo Recorder Playing Competition in London, dem ein Solistendebüt in der renommierten Wigmore Hall folgte. Im selben Jahr wurde er Mitglied im weltberühmten Amsterdam Loeki Stardust Quartet, dem er bis 2007 angehörte. Zusammen mit der Flötistin Andrea Ritter gründete er im selben Jahr Spark, die klassische Band, die seitdem den Großteil seiner weltweiten Konzerttätigkeit ausmacht. Daneben widmet sich der Ausnahmemusiker, der sowohl auf der Blockflöte als auch auf dem Klavier über ein abgeschlossenes Solistenexamen verfügt, ausgewählten Solo- und Kammermusikprojekten. Zu seinen musikalischen Partnern zählten unter anderem der Trompeter Reinhold Friedrich, die Blockflötisten Dorothee Oberlinger und Maurice Steger, die Geigerin Christine Busch, der Pianist Blair McMillen, die Sopranistin Susanne Rydén, der Bassbariton Mathias Tönges sowie das Berliner Saxophonquartett Clair Obscur. Als Solist und Kammermusiker war Koschitzki an zahlreichen Rundfunk- und Fernsehproduktionen sowie an CD-Aufnahmen für die Deutsche Grammophon, EMI, Berlin Classics, Neue Meister, Channel Classics, Carus und ARS Produktion beteiligt.

VICTOR PLUMETTAZ – EIN CELLIST ZWISCHEN ROCK UND ROKOKO

Victor Plumettaz wurde in eine schweizerisch-ungarische Musikerfamilie geboren. Seine musikalische Ausbildung absolvierte er an den Musikhochschulen in Frankfurt, Karlsruhe und Luzern bei Martin Ostertag, Daniel Robert Graf und Christian Poltéra. Auf Meisterkursen erhielt er Impulse von Janos Starker, Ulf Tischbirek und Anja Lechner. Er gewann zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, unter anderem den 2. Preis beim International Cello Competition Antonio Janigro in Zagreb und als Pianist den 1. Preis beim Willy-Bissing-Wettbewerb. Förderungen erhielt er durch die Jürgen Ponto-Stiftung und die Hirschmann-Stiftung. Ende 2007 stieß Plumettaz zum Ensemble Spark, mit dem sich eine internationale Konzerttätigkeit entwickelte. Darüber hinaus trat er als Solist oder mit Kammermusik- bzw. Orchesterprojekten in Europa, Israel, China und den USA auf. Er hat zahlreiche zeitgenössische Werke, u.a. von Wolfgang Rihm, Johannes Motschmann und Márton Illés, uraufgeführt. Musik als Völkerverständigung und für Friedensprojekte einzusetzen, ist Plumettaz ein großes Anliegen. Er spielte Konzerte in mehreren Krisenregionen wie Israel, Palästina, oder dem Kosovo. Ein besonders prägendes Erlebnis war für ihn eine Tournee im Rahmen von Colluvio, bei der er gemeinsam mit zwei kosovarischen Musikern, dem albanischen Geiger Visar Kuci und der serbischen Pianistin Marija Deskovic, an mehreren Brennpunkten der Region auftrat. Dieses Projekt wurde vom ORF als Dokumentarfilm veröffentlicht. Plumettaz spielt ein Cello von Enricus Ceruti aus dem Jahr 1881.

ANDREA RITTER – EINE ZAUBERFLÖTISTIN MIT FEUER UND FANTASIE

Andrea Ritter, Erstpreisträgerin beim International Recorder Competition 2007 in Montreal, hat sich mit einer regen Konzerttätigkeit in Europa, den USA, Südamerika, Taiwan, China und Japan einen festen Platz in der Riege der weltbesten Blockflötisten erspielt. Hervorgegangen aus dem renommierten Amsterdam Loeki Stardust Quartet, erobert sie mittlerweile als Solistin und als Gründungsmitglied von Spark und dem Barockensemble Koschitzki & Ritter die internationalen Bühnen. Weiterhin gibt sie Meisterkurse im In- und Ausland, unter anderem bei den Meisterkursen des Schleswig-Holstein Musikfestivals, bei den Internationalen Meisterkursen im Rheinbergerhaus Vaduz oder als Gastdozentin an der Anton Bruckner Privatuniversität für Musik, Schauspiel und Tanz in Linz. Als Performerin verbindet Ritter die klassische Musiktradition und Einflüsse aus der zeitgenössischen Avantgarde-Musik mit ihrer Leidenschaft für Kurt Weill, den Film noir, Jazz und elektronische Musik. Zu ihren vielfältigen Einflüssen zählen u.a. starke Frauenpersönlichkeiten, wie Björk, Tori Amos, Kate Bush oder Patti Smith. Dies spiegelt sich auch in ihren Solo-Projekten und der CD Aufnahme Echoing Voices wider. Viele der darin enthaltenen Stücke hat Ritter selbst arrangiert und mit ihrer eigenen, unverwechselbaren Note versehen. Auch für das Repertoire von Spark steuert die Flötistin regelmäßig Arrangements und Neukompositionen bei.

CHRISTIAN FRITZ – EIN TASTENLÖWE MIT GESPÜR FÜR IMPROVISATION

Christian Fritz begann im Alter von vier Jahren Klavier zu spielen. Ausgebildet bei Roswitha Gediga-Glombitza, Till Engel, Lev Natochenny und Oliver Kern, konzertiert er als Solist und Kammermusiker regelmäßig weltweit in großen Konzerthäusern und auf namhaften Festivals. Auftritte mit Orchestern, darunter das Landesjugendorchester Nordrhein-Westfalen, das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim, das Folkwang Kammerorchester Essen und das Württembergische Kammerorchester Heilbronn, komplettieren seine künstlerische Tätigkeit. Viele seiner Konzerte sind in Rundfunk und Fernsehen dokumentiert. Christian Fritz ging bei mehreren nationalen und internationalen Wettbewerben als Preisträger hervor. Unter anderem gewann er 2008 den 2. Preis beim Internationalen Hindemith-Wettbewerb in Berlin und 2010 den 1. Preis beim Steinway Klavierspiel-Wettbewerb in Düsseldorf. Er war zudem Stipendiat der Köhler-Osbahr-Stiftung und wurde im Jahr 2013 mit dem Martin Hornstein Interpretationspreis ausgezeichnet. Zu seinen Kooperationspartnern gehören der Pianist Benyamin Nuss, der Geiger Gustav Frielinghaus, die Cellisten Anna-Lena Perenthaler und Michael Polyzoides, die Sopranistin Ruoqi Sun sowie die Dirigenten Hermann Bäumer, Mark Mast, Thomas Jung, Günther Albers und Johannes Klumpp. Seit 2018 ist Christian Fritz Mitglied von Spark, der klassischen Band. Ein besonderes musikalisches Anliegen und eine Spezialität des Pianisten sind seine freien Improvisationen, bei denen er spontan über bekannte Themen fantasiert. Außerdem komponiert er eigene Stücke – sowohl für Klavier solo als auch für verschiedene kammermusikalische und orchestrale Besetzungen.

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