Philharmonisches Orchester Regensburg

Foto: Jochen Quast

Oper, Operette, Musical, Tanztheater, Sinfoniekonzerte, Filmkonzert, Kinderkonzerte, Kammerkonzerte und Sonatenabende – als künstlerisch höchst vielseitiger Klangkörper prägt das Philharmonische Orchester Regensburg maßgeblich das musikalische Leben der Donaustadt. Im geschichtsträchtigen Regensburg blickt man auch hier mit Stolz auf eine über 200jährige Tradition zurück: Bereits 1804 gründete der kunstsinnige und bürgernahe Kurfürst Carl Theodor von Dalberg (1744–1817) das „Neue Theater- und Gesellschaftshaus“. Siebenundzwanzig Mitglieder zählte das damalige Theaterorchester, das sich aus Musikern der Thurn und Taxisschen Hofkapelle und einzelnen Stadtmusikern zusammensetzte.

1852 organisierten sich die Instrumentalisten erstmals in einem Orchesterverein, der regelmäßig die Opernaufführungen begleitete; seit 1904 ist das Regensburger Orchester offiziell auch Konzertorchester.

Heute zählt das Philharmonische Orchester Regensburg 60 Musikerinnen und Musiker, die künstlerische Leitung liegt seit bei Tom Woods.

Mit Beginn der Intendanz von Jens Neundorff von Enzberg in der Spielzeit 2012/2013 wurde der Fokus in Musiktheater und Konzert verstärkt auf Uraufführungen gelegt. So entstanden bereits in den ersten beiden Spielzeiten zwei Auftragswerke: „Lola rennt“, Oper von Ludger Vollmer nach dem gleichnamigen Film von Tom Tykwer, sowie in Kooperation mit der 14. Münchener Biennale „Wüstung (Vastation) – Nach der Wahl ist vor der Wahl“, Oper in drei Akten von Samy Moussa. Auch die Uraufführung des musikalischen Dramas „Doktor Schiwago“ von Anton Lubchenko fand in der Spielzeit 2014/15 beim Regensburger Publikum großen Zuspruch. In Sinfoniekonzerten brachte das Philharmonische Orchester Regensburg in den letzten Jahren u.a. Berthold Hummels „Konzert für Schlagzeug und Orchester“, Franz Erasmus Spannheimers „Brücke und Tor“, Florian Heigenhausers „18 for Instruments“, Tomasz Skweres’ „Critical Mass“ und „Two Tales of Mystery and Imagination“ von Moritz Eggert zur Uraufführung.

Für besondere Konzerterlebnisse verlässt das Philharmonische Orchester Regensburg schon einmal seine gewohnten Spielstätten und begibt sich hinaus ins Freie. Im Juli 2013 zog die musikalisch-literarische Open-Air-Veranstaltung „Und über uns der Himmel“ auf der Walhalla über 2000 Zuhörer an. „Götterfunken im Steinbruch“ konnten die Regensburger im Jahr darauf bei einem Konzert im Kalkwerk „Walhalla Kalk“ mit Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie erleben.

Vergessene Perlen der Opernliteratur ergänzen regelmäßig das klassische Opernrepertoire, wie etwa Heinrich Marschners „Hans Heiling“ oder Enrique Granados’ Einakter „Goyescas“.

Eine weitere schöne Tradition: Viele Künstler von Weltrang konnte das Regensburger Orchester begrüßen, darunter die Sänger Fritz Wunderlich und Thomas Hampson oder die Geigen-Virtuosen Arabella Steinbacher und Dimitri Sitkovetsky.

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